Über BonsaiBull

Werdegang

2005 kaufte ich mir meine ersten Bonsai in einem Supermarkt. Natürlich wollte ich nun auch wissen, wie ich solche Bäume pflegen und bearbeiten musste. Es folgte mein erstes Bonsaibuch und bald stieß ich auch auf die Welt der wirklichen Bonsai. Im Jahr 2006 wurde ich Mitglied im Bonsai Club Deutschland (BCD) und der Scuola d´arte Bonsai. Seit 2011 bin ich Anwärter bei der Nippon Bonsai Sakka Kyokai Europe (NBSKE).

Talentwettbewerbe

2008 nahm ich am nationalen „Neues Talent Wettbewerb“ des BCD teil und gewann diesen. Daraus resultierend nahm ich 2009 am europäischen „New Talent Contest“ in Lorca, Spanien, teil. Bei diesem Gestaltungswettbewerb belegte ich für Deutschland den dritten Platz.

Demonstrationen

Seit 2008 gebe ich auf verschiedenen nationalen und internationalen Bühnen Gestaltungsvorführungen. Dazu zählten u.a. die Jahreshauptversammlung des BCD und die Noelanders Trophy in Belgien.

Scuola d´arte Bonsai

2011 legte ich meine Prüfung zum anerkannten Bonsai-Gestalter ab. Im Oktober 2012 habe ich meinen Abschluss zum anerkannten Bonsailehrer der Scuola d´arte Bonsai gemacht. Dabei war von 2006 bis 2008 Hideo Suzuki mein Lehrmeister. Im Jahr 2008 übernahm Meister Keizo Ando die Lehrtätigkeit.  Die Abschlüsse sind vom Dachverband der japanischen Bonsai-Schulen anerkannt. In der Scuola d´arte Bonsai lernte ich die Grundlagen, Techniken und die traditionelle japanische Bonsai-Philosophie kennen.
Nun bin ich der jüngste Bonsai-Lehrer in Deutschland.

Bonsaiwerkstatt Busch in Düsseldorf

In der Bonsaiwerkstatt von Werner M. Busch begann meine Leidenschaft für Bonsai. Dort kam ich zum ersten Mal in Berührung mit diesem wunderschönen Teil der japanischen Kultur. Meine ersten Bonsai-Seminare besuchte ich ebenfalls dort. Seither verbindet mich mit Werner M. Busch eine tiefe Freundschaft.

Philosophie

Meister Keizo Ando lehrte mich die alte,  japanische und sehr traditionelle Philosophie der Bonsai. Dabei gelten Sämlinge oder Stecklinge, welche langsam und sehr sorgfältig in Schalen großgezogen werden, als wertvolle Bonsai. Auch sollten die Bonsai eine handliche, also von einer Person zu tragende, Größe haben. Dabei zählt der Gedanke, dass man den Bonsai für einen Abschnitt seines Lebens begleitet und nach dem eigenen Tod an die folgende Generation weiterreicht.

Weitere Varianten von Bonsai bilden in Feldkulturen großgezogene Bäume und in der Natur gesammelte Bäume (Yamadori). Auch auf diese Art erlangte Bonsai können durch entsprechende Techniken zu qualitativ hochwertigen Bonsai gestaltet werden. Wichtig dabei ist, dass man die Techniken wirklich beherrscht und die Pflanzen mit dem nötigen Respekt behandelt. Gerade in Europa sind Bonsai aus dieser Gruppe sehr weit verbreitet, da es noch keine so lange Bonsai-Tradition gibt und man über Generationen gepflegte Bonsai nur über dem Import aus Japan erlangen kann.

Mir persönlich gefällt sowohl die traditionelle, wie moderne Art von Bonsai. Wichtig ist in meinen Augen die behutsame und geduldige Arbeit an den Pflanzen. Die Gestaltung eines Bonsai benötigt viele Jahre und beinhaltet eine jahrelange und sorgfältige Pflege. Erst dann erreicht der Bonsai die Ausstrahlung, die ihn so bewundernswert macht.
Ein jeder Bonsai, wie auch jeder Mensch ist ein Individuum. Ich finde es in erster Linie sehr wichtig, dass der Bonsai dem Besitzer gefällt. Wenn der Baum dann noch weitern Menschen gefällt ist das schön, dennoch ist es nicht notwendig. Als außenstehender Betrachter kann man nicht feststellen, welche persönliche Bindung zwischen dem Besitzer und dem Bonsai entstanden ist, denn viele Dinge sind nicht sichtbar. Einen Baum abzuwerten, weil man keinen Bezug zu ihm hat, erachte ich für falsch. Ein jeder Gestalter würde einen Baum anders gestalten. Der Eine trifft den Geschmack von vielen weiteren Personen, ein Anderer trifft nur seinen persönlichen Geschmack.

Ich liebe es Bonsai zu gestalten und ihnen auf ihrem Weg einen Teil von mir mitzugeben.

Mit dieser Homepage lade ich Sie ein, mich auf meinem Bonsai-Weg zu begleiten.

Mit freundschaftlichem Gruß,
Dirk Dabringhausen

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